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Häufig arbeiten Teammitglieder eher gegeneinander anstatt mit- und füreinander. Stellt sich also die Frage: Wie schaffen wir es, aus einer “Gruppe von Menschen” optimal zusammenarbeitende Hochleistungsteams zu formen?

Berufliche Herausforderungen - egal ob groß oder klein - gibt es täglich. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie sich in einem diversen Team, in dem Vertrauen herrscht und Ideen und Feedback offen geteilt werden, schneller, besser und einfacher lösen lassen. Doch dazu ist es wichtig, dass aus einzelnen Personen ein echtes Team wird.

Die Lösung: Design Thinking

Design Thinking ist ein von der Innovationsagentur IDEO entwickelter strukturierter, iterativer und kreativer Prozess für die Lösung von komplexen Problemen und die Entwicklung neuer Ideen. Mit der Design Thinking-Methode gelingt es, Innovationen hervorzubringen, die sich am Nutzer orientieren und auf dessen Bedürfnisse einzahlen. Was genau hat das mit einem erfolgreichen Team zu tun?

Design Thinking stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt.

Lösungen, die mithilfe von Design Thinking entwickelt werden, sind erfolgreich, weil vor der eigentlichen Ideenentwicklung drei entscheidende Phasen durchlaufen werden:

  • Phase Verstehen: Worum geht es eigentlich?
  • Phase Empathie: Welche Bedürfnisse stecken dahinter?
  • Phase Synthese: Welches Problem soll gelöst werden?

Übertragen auf die Teamentwicklung heißt das: Ein Team kann seine Kultur mit Design Thinking aktiv gestalten, indem es die sechs Phasen des Prozesses durchläuft. Dabei setzt es sich vor dem Festlegen neuer Maßnahmen mit dem eigenen „Problemraum“ auseinander.

Der Problemraum im Design Thinking

Verstehen

Was sind die häufigsten Ursachen für Probleme im Team? Was würde dem Team helfen oder gut tun? Wann läuft das Team zu Hochtouren auf und wann „knirscht“ es? Ziel zu Beginn des Prozesses ist es, möglichst viel über die Zusammensetzung des Teams und die gemeinsame Zusammenarbeit herauszufinden und zu reflektieren.

Empathie 

In dieser Phase werden Interviews mit den einzelnen Teammitgliedern geführt. Hier ist vor allem eines wichtig: Zuhören. Welche Bedürfnisse hat jede/r Einzelne? Aus welchen Rollen setzt sich das Team zusammen? Kommen alle Stärken zum Tragen? Ziel dieser Phase ist es, miteinander in den Austausch zu gehen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Schließlich ist der Aufbau von Empathie auch der Kern von guter Zusammenarbeit.

Synthese

Welche Erkenntnisse ergeben sich daraus? An welchen konkreten Problemen und Herausforderungen des Teams möchten Sie arbeiten? Was sind die Leitlinien für die zukünftige Zusammenarbeit? Diese Phase dient dazu, die gesammelten Informationen zu bündeln und die Rahmenbedingungen für die darauffolgende Ideenentwicklung festzulegen.

Der Lösungsraum im Design Thinking

Ideenfindung

Jetzt ist es an der Zeit, eine positive neue Richtung einzuschlagen. Wie kann man das Teamwork optimieren? Was schafft gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit? In dieser Phase können die MitarbeiterInnen ihre kreative Kompetenz nutzen, um die Arbeitskultur zu verbessern und mit frischer Energie passgenaue Lösungen zu (er-)finden.

Prototyping

In dieser Phase entwickeln Sie eine Roadmap, wie Sie die Ideen in den Folgemonaten pragmatisch umsetzen und evaluieren können. „Nicht nur quatschen, auch mal machen“ heißt das Stichwort: Statt komplexer Projektpläne geht es um Maßnahmen, die Sie bereits jetzt testen und innerhalb kürzester Zeit in den Arbeitsalltag integrieren können.

Testen

Bewähren sich die Ideen, die Sie entwickelt haben? Design Thinking ist ein iterativer Prozess. Das heißt: Die Lösung, die Sie entwickelt haben, ist nicht in Stein gemeißelt. Sie experimentieren, testen, werten im Team gemeinsam aus und passen Ihre Ideen und Lösungen gegebenenfalls an.

Fazit

Design Thinking kann Probleme im Team lösen. Entscheidend hierfür ist es, den sogenannten „Problemraum“ klar vom „Lösungsraum“ zu trennen. Um Hochleistungsteams zu entwickeln, muss sich jedes einzelne Teammitglied gehört und verstanden fühlen. Die Phasen 1 (Verstehen) und Phasen 2 (Empathie) des Design Thinking-Prozesses verinnerlicht zu haben und richtig anzuwenden ist das A und O.

In einer Studie mit 180 Teams hat Google den wichtigsten Faktor für Hochleistungsteams identifiziert: Psychologische Sicherheit. Damit ist gemeint: Wie aufgehoben fühlen sich die einzelnen Teammitglieder? Vertrauen sie sich so, dass sie sich auch öffnen und „verrückte“ Ideen äußern oder „blöde“ Fragen stellen? Glauben sie mit ihren Ansichten gehört und als Mensch ernst genommen zu werden?

Tipp für mehr Vertrauen und Wertschätzung im Team 

Wertschätzende Feedbackrunden sind der Schmierstoff für gute Teams. Feedback fördert psychologische Sicherheit, ist entscheidend für das gemeinsame Vorwärtskommen und ein wichtiges Werkzeug im Design Thinking-Prozess.

So können Sie Feedbackrunden als feste Session im Jour Fixe einbauen:

  • Notieren Sie einen bestimmten Aspekt für alle sichtbar auf einem Flipchart, z. B. „Das wünsche ich mir für unsere Zusammenarbeit.“
  • Jedes Teammitglied sucht sich eine/n FeedbackpartnerIn. Alle Paare haben 15 Minuten Zeit (7,5 Minuten für jeden), um miteinander in den Austausch zu gehen.
  • Nach 15 Minuten beginnt eine neue Runde und jedes Teammitglied sucht sich eine/n neue/n PartnerIn – je nach Gruppengröße und zeitlichem Limit.

Autorin: Annika Leopold

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