Shop

Stellen Sie sich in Entscheidungssituationen die richtigen Fragen? Oder landen Sie in besonders wichtigen Entscheidungssituationen immer wieder in einem Gedankendilemma? Dann könnte Sie die Erfolgsgeschichte unserer Kundin Esther interessieren.

Gedankenwälzen, Alternativen hin- und herschieben, Emotionsachterbahn: Spezialistin Esther A. befindet sich in einem Gedanken-Chaos. Sie hat von ihrem Vorgesetzten eine neue Stelle als Projektleitung angeboten bekommen. Eine Aufgabe, die ihrer aktuellen Qualifizierung zur Projektmanagerin entspricht und eigentlich auch ihren Entwicklungs-Wunsch auf dem persönlichen Karriereweg aufgreift. Esther fühlt sich zunächst stolz und trotzdem tauchen Gedanken auf, die sie daran hindern, eine klare Entscheidung zu treffen: Werde ich der Leitungsposition gerecht, trotz der eher kurzen Erfahrung in diesem Bereich? Ich muss für die neue Position einen neuen Standort bedienen und ggf. tageweise anwesend sein: wie wird sich dann mein Familienleben verändern? Bin ich bereit und dafür geeignet Verantwortung zu übernehmen und die neuen Anforderungen zu erfüllen? …

Nicht selten führen uns Entscheidungen, die die Zukunft sehr stark beeinflussen können, in ein inneres Dilemma. Gedanken spielen verrückt und versperren dadurch den Zugang zu unserem Bauchgefühl, unserer Intuition. Diese ist grundsätzlich ein weisungsgebendes Gefühl, das als erster Impuls in unserem Zwischenhirn entsteht. Mit unserer Ratio, dem rationalen Denken, wägen wir ab und versuchen unsere Entscheidungen anhand wichtiger Informationen und Fakten zu ergründen. Studien belegen, dass unser Denken viel langsamer ist als unsere Intuition.

Sie kennen das vielleicht auch bei sich: die Erkenntnis danach: „Ich hab's gewusst?!“ Das war ihre Intuition, die ihnen bereits die richtige Antwort geliefert hat, bevor ihre Ratio den Sinn erfasst hat. Es gilt also, ihrer Intuition mehr zu vertrauen und so ihr inneres Gefühl mit ihrer Ratio in Einklang zu bringen.

Praktische Methoden zur Entscheidungsfindung

Um zu unserem Fall zurückzukehren, bieten wir unserer Spezialistin Esther ein Gedankenmodell aus Fragen an, die es ihr erleichtern sollen, ihr Bauchgefühl mit ihrem rationalen Denken zu verbinden:

Wir laden sie ein, gedanklich in die Zukunft zu spulen und sich folgende Optionen vorzustellen:

  1. Was wird passieren, wenn ich es tue?
  2. Was wird nicht passieren, wenn ich es tue?
  3. Was wird passieren, wenn ich es nicht tue?
  4. Was wird nicht passieren, wenn ich es nicht tue?

Kombinieren lässt sich dieses Szenario über die Technik des Future-Beamings mit den Best-Case/Worst Case-Varianten. Im Rahmen dieser Methode spielen wir gedanklich drei Konsequenz-Varianten durch: eine „optimistisch-ideale“, eine „neutrale“ sowie eine „pessimistische“ Zukunfts-Version – jeweils über die Entwicklung der Jahre betrachtet.

future beaming entscheidungsfindung

(Abb. von managerSeminare)

Für Esther lohnt es sich vor allem die „pessimistische“ Variante genauer zu betrachten – das ist die, die ihr (unbewusst) am meisten Sorgen bereitet, schlichtweg: Angst macht. Sie windet sich in einem unbestimmten, fatalistischen Gefühl, einer Szenerie des Scheiterns.

An dieser Stelle unsere anschließende Frage: Was ist das Aller-Schlimmste, das passieren könnte? Und was daran ist wirklich, wirklich schlimm?

In dem Moment, in dem wir dem Schlimmsten „ein Gesicht“, eine Form geben, können wir es vom Abstrakten ins Konkrete bringen. Unsere unbestimmten Hypothesen werden in die Realität übersetzt – und damit das fatal gefühlte Ausmaß des Ausgeliefert-Seins verringert.

Zusätzlich kann es bei Entscheidungen, die die Zukunft sehr stark beeinflussen, hilfreich sein, die Auswirkungen zu betrachten, die durch diese Entscheidung entstehen könnten:

Prüfen Sie also die Auswirkungen für Sie selbst und auch für Ihr berufliches wie privates Umfeld genauer undstellen Sie sich folgende Fragen:

  • Könnte ich mit den Auswirkungen leben?
  • Was genau ist der Preis/Verlust, was der Gewinn des jeweiligen Weges?

Die bewusste Auseinandersetzung mit den Optionen und Entwicklungen steigert das eigene Gefühl der Selbstbestimmung. Gleichzeitig kann jederzeit auf die „Guten Gründe“ zurückgeblickt werden, die uns in der jeweiligen Situation als Entscheidungsgrundlage dienten.

Die Frage nach der schlimmsten, schlimmsten Konsequenz-Auswirkung überzeugte letztendlich auch Esther, mutig zu sein und das Angebot der Projektleitung wahrzunehmen. Das ursprünglich „fatale“ Gefühl der Dramatik eines Scheiterns verschob sich in die Realität: schlimmstenfalls würde sie das Projekt oder den Arbeitgeber wechseln müssen. Und das wiederum erkannte sie dann spontan als interessante Variante.

Zum Schluss noch eine provokante These: „Unsere Erfahrung ist die Gesamtheit unserer überlebten Fehler“.  Fühlen Sie sich in diesem Sinne eingeladen, eine positive Fehlerkultur zu leben und vermeintliche Fehler als Entwicklungsraum zu betrachten.

Tipps für eine erfolgreiche Entscheidungsfindung

  • Werden Sie sich über Ihr übergeordnetes (Lebens-)Ziel klar.
  • Betrachten Sie die Lage aus einer objektiven Wahrnehmung, aus der Adlerperspektive.
  • Überprüfen Sie eigene Hypothesen auf tatsächliche Realität.
  • Werden Sie sich Ihrer Gefühle bewusst.
  • Wenden Sie Achtsamkeitstechniken
  • Üben Sie sich in Entscheidungs-Situationen!
  • Leben Sie eine Fehlerkultur, in der Fehler als Lernfeld geschätzt werden!

Erfolgreiche Entscheidungsfindungen wünscht unsere Coach und Stärkenfinderin Silvia Haas.

Ihr/e ExpertIn

Rund um diesen Beitrag

Seminare, Lernen und mehr

bild-einfachstimmig-seminar-entscheidungskompetenzen-staerken

Entscheidungskompetenzen stärken

Innere Klarheit schaffen
B.09

Verwandte Seminare

Verwandte Beiträge

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit uns.
Wir freuen uns auf einen Austausch mit Ihnen!