Wie Sie durch asynchrones Online-Lernen - statt synchronem Präsenz-Lernen - Ihre individuellen Bedürfnisse beim Lernen erfüllen und so effizienter und erfolgreicher Ihre Ziele erreichen.

Wie, wo und wann lernen Sie am besten?

Sich dessen bewusst zu sein, ist schon ein wesentlicher Schritt, um motiviert und mit Freude zu lernen.

Beim Lernen gehen die Meinungen stark auseinander und das ist wenig überraschend. Jeder Mensch hat seine individuellen Lernbedürfnisse. Vorkenntnisse, Interessen, Lern-Tempo, Intelligenz und Lernziele sind Faktoren, die bei jedem unterschiedlich ausgeprägt sind und das Lernen stark beeinflussen. Insbesondere bei großen Gruppen im Präsenzlernen kann es passieren, dass der Einzelne auf der Strecke bleibt und vielleicht sogar den Anschluss verliert, da zu wenig auf die individuellen Bedürfnisse des Lernenden eingegangen werden kann. Deshalb geht der Trend immer mehr zum asynchronen Lernen. Das bedeutet Lernen zu unterschiedlichen Zeiten, an verschiedenen Orten und im eigenen Lerntempo. Im Internet finden Sie eine große Auswahl an Online-Lernformaten. Schauen Sie, welches Format Sie anspricht, denn in erster Linie soll das Lernen Spaß machen und eine persönliche Bereicherung für Sie sein. So können Sie Ihre Wissenslücken nach individuellem Bedarf füllen und die notwendigen Kompetenzen für einen einfachstimmigen Arbeitsalltag entwickeln.

Haben Sie schon vom Modell 70:20:10 gehört?

Wissen wird in der Gesellschaft immer wichtiger, doch die Halbwertszeit immer kürzer. Was wir heute gelernt haben, kann morgen schon überholt sein. Der fortlaufende Wandel, Transformationsprozesse, Digitalisierung und technischer Fortschritt sind nur mit einer kontinuierlichen Weiterbildung in allen Bereichen zu schaffen. Das 70:20:10-Bildungsmodell basiert auf Studien vom US-amerikanischen „Center for Creative Leadership“. Es verdeutlicht die Rolle des informellen Lernens am Arbeitsplatz.

Berufliches Wissen eignen wir uns meistens wie folgt an:

70-20-10-Modell

Doch: Klassische, formelle Lernformate mit reinem Wissenstransfer reichen schon lange nicht mehr aus, um den MitarbeiterInnen ein geeignetes Lernumfeld zu schaffen. Es wird immer wichtiger, das Lernen direkt in den Arbeitsalltag zu integrieren und enger an die individuellen Arbeitsprozesse anzuknüpfen. Das formelle Lernangebot (10 %) in Seminaren, E-Learnings, Büchern und Weiterbildungen ist durch informelle Bausteine (70 %) wie Social Learning, Microlearning oder Blended Learning zu ergänzen. Dazu gehören auch Training-on-the-job, Praxisseminare, Projektarbeiten, neue Herausforderungen und Anforderungen, der Austausch in Netzwerken, Wikis, … Die restlichen 20 % entstehen durch Interaktionen mit den KollegInnen und Führungskräften in Teamprojekten, im Coaching oder Mentoring und natürlich in Feedbackgesprächen.

Dafür ist ein MindSetShift in der Personalentwicklung wesentlich: Nicht mehr nur Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen und Seminaren zu sein, sondern sich als Partner und Förderer der MitarbeiterInnen im gesamten Arbeits- und Lernprozess zu sehen. Im Sinne von Human Ressources zu Human Relations mit der Aufgabe, eine lebendige Lernkultur zu entwickeln und zu fördern. Hierfür braucht es Rahmenbedingungen, die das Lernen am Arbeitsplatz integrieren, fördern und erwünschen.

Lernen direkt am Arbeitsplatz: Ganz nach dem Motto: „Learning by doing“. Reflektieren, sich ausprobieren und mit KollegInnen austauschen – von- und miteinander lernen – aus den Erfahrungen im Arbeitsalltag. Das trägt erheblich zum Unternehmenserfolg bei und steigert die Leistungsbereitschaft und Motivation der MitarbeiterInnen. Schaffen Sie Freiräume und geben Sie den MitarbeiterInnen Zeit, sich weiterzuentwickeln und untereinander auszutauschen. Seien sie kreativ und fördern Sie aktiv den Austausch und die Kommunikation zwischen den MitarbeiterInnen. Legen Sie zum Beispiel ein Learning Board an, in welchem wichtige Erkenntnisse geteilt und weiterentwickelt werden oder Challenges zu ungelösten Problemen gestellt werden.

„Vergessen“ ist es oft ganz schnell

Schon nach kurzer Zeit haben wir die Hälfte des Gelernten auch schon wieder vergessen ;-(

Nur durch Wiederholung und praktische Anwendung stellen wir sicher, dass sich aus dem Wissen auch dauerhafte Kompetenzen entwickeln. E-Learning-Kurse und Plattformen bieten die Möglichkeit, dass Inhalte wiederholt angeschaut und nachgeschlagen werden können. Zu jeder Zeit, und an jedem Ort abrufbar.

Learning on Demand

Damit Sie unter idealen Bedingungen lernen, sind moderne Video-Lernangebote oder Microlearning-Kurse in einer klaren Struktur und nach Inhalten gegliedert aufbereitet. Sie können situationsbezogen die relevanten Inhalte schnell finden und darauf zugreifen. Der persönlicher Kontakt und Video-Konferenzen sind auch beim Online-Training von großer Bedeutung. Wo steht jeder Einzelne, Tipps und Vorgehensweisen können Face-to-face leichter kommuniziert werden und helfen dem Lernenden auf der persönlichen Entwicklungsreise.

Schauen Sie sich dazu gerne auch unsere Selbstlernreisen an. Mit einem Mix aus Videos, Podcasts, Präsentationen, Arbeitsblättern und Selbstreflexionsfragen, lernen Sie hier selbstbestimmt und einfachstimmig Inhalte zu den entsprechenden Themen. Das Übungsmaterial lässt sich gut in den Arbeitsalltag intergieren und gibt Ihnen einen Leitfaden, den Sie individuell für sich anpassen und ausarbeiten können.


Ein schlauer Mensch lernt, wo er wichtige Informationen nachschlagen kann.
10 % im Kopf, 90 % in der „digitalen Hosentasche“.

Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen

Lassen Sie die Zügel los und achten Sie als Unternehmen darauf, dass die Weiterentwicklungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, die Lernzeit und das notwendige Budget von dem/der MitarbeiterIn selbst gesteuert werden kann. Wird der/die Lernende individuell unterstützt, erreicht er/sie am Ende des Tages die eigenen Lernziele und bringt sich gewinnbringend für Ihr Unternehmen ein.


Der Eine braucht das volle Lernprogramm von A-Z, der Andere nur eine kurze Auffrischung und praktische Übung.
Einige lernen besser alleine, Andere bevorzugen den aktiven Austausch in der Gruppe.
Klar ist: Jede/r möchte selbst wählen, wie er/sie den eigenen, individuellen Lernprozess gestaltet.

Echte Kompetenzen statt haufenweise Zertifikate

Ein letzter Punkt der zu überdenken ist, sind Zertifizierungen. Teilnahme-Bestätigungen sind besonders beim Online-Lernen nur schwer nachweisbar und wenig aussagekräftig. Letztendlich geht es doch darum, welche Kompetenzen ein/e MitarbeiterIn durch die Weiterbildung, das Coaching oder das Training on the job ausgebaut und weiterentwickelt hat und nicht darum, wie viele Zertifikate und Auszeichnungen in der Mitarbeiterakte schlummern. Wie das neu erworbene Wissen im Arbeitsalltag angewendet wird, was davon die Arbeit erleichtert und wie Aufgaben dadurch erfolgreich umgesetzt werden, sind die entscheidenden Faktoren.


Autorin: Tina Förster, Werkstudentin bei EinfachStimmig

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