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Sich selbst gut führen – ist doch selbstverständlich, werden Sie sich jetzt vielleicht denken? Und gleichzeitig bleibt die Selbstführung beim Einzelnen oftmals auf der Strecke. Gerade dann, wenn die Zeiten stressiger werden.

Aussagen wie „Ich müsste mal …“ oder „Das wollte ich schon längst machen ..." kennen Sie wahrscheinlich auch? Hierbei geht es nicht nur darum, den inneren Schweinhund zu zähmen, sondern für sich selbst gut zu sorgen. Weg vom „müssen, sollen“ hin zum „Ich tue es“.

Wie soll jemand, der sich selbst nicht gut führt, andere Menschen gut führen? Deshalb beginnt Führung bei jedem selbst.

Self-Leadership bedeutet nicht einfach nur ein gutes Selbst- oder Zeitmanagement zu haben. Das wäre zu kurz gedacht. Natürlich brauchen wir hilfreiche Methoden, um unsere Zeit zu planen und Prioritäten zu setzen – Eisenhower lässt grüßen. Auch Strategien und Verhaltensweisen, um seine Ziele zu erreichen und seine Stärken zu kennen sind wichtig. Doch ein wirksames Self-Leadership will mehr. Es strebt danach sich weiterzuentwickeln, Selbstverantwortung zu übernehmen, intrinsisch motivierte Ziele zu erreichen und sich selbst immer wieder zu reflektieren „Bin ich auf dem für mich passenden Weg?“. Letztlich geht es um ein inneres Wachstum in der eigenen Persönlichkeit.

Self Leadership Grafik EinfachStimmig

„Wenn ein Manager sich nicht selbst führen kann, werden ihn keine Fähigkeit, Fertigkeit, Erfahrung und kein Wissen zu einem leistungsfähigen Manager machen.“ Peter F. Drucker

Kein Self-Leadership ohne Persönlichkeitsentwicklung

Die Entwicklung der Persönlichkeit ist Grundvoraussetzung sowohl für die eigene Führung als auch in der Führung von anderen Personen. Seine Charaktereigenschaften mit den vielen Facetten zu kennen und einzusetzen, ist ebenso wichtig, wie seine persönlichen Motive und Werte leben zu können. Denn wenn wir nur das tun, was Andere von uns erwarten „was wir tun sollten“, ist das Risiko unzufrieden oder sogar krank zu werden hoch.

Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung heißt auch das zu tun, was seinen Charaktereigenschaften entspricht. Hier ist das in der Persönlichkeitspsychologie sehr gut erforschte Modell der „Big Five“ eine wertvolle Grundlage. Mehr dazu finden Sie in diesem Artikel: Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?

Ein Beispiel mit der Charaktereigenschaft Introversion vs. Extraversion: Wenn eine stark introvertierte Person jeden Tag mit sehr vielen Menschen Kontakt hat oder auf der „großen Bühne“ steht, kostet sie das ziemlich viel Energie. Sie kann das ab und an schon mal machen, aber sie braucht viel länger, um sich davon zu erholen. Im Gegensatz ist es für eine stark extravertierte Persönlichkeit ein Leichtes im Rampenlicht zu stehen und in großen Gruppen zu interagieren. Sie zieht sich oft sogar Energie daraus. Sie würde wie eine Blume ohne Wasser eingehen, wenn sie täglich „im stillen Kämmerlein“ vor sich hinarbeiten müsste.

Und natürlich gibt es zwischen diesen extremen Polaritäten viele Schattierungen. Das macht das Geheimnis unserer Persönlichkeit aus. Gleichzeitig versuchen wir oft, diese Komplexität mit Persönlichkeitsmodellen, Tests und Analysen zu vereinfachen. Für das tägliche Miteinander ist das auch hilfreich.

Reflexion kommt vor Aktion

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und reflektieren Sie für sich. Machen Sie sich gerne Notizen dazu und wenden ganz nebenbei das Prinzip „Denken auf Papier“ an.

  • Was ist für mich Self-Leadership?
  • Weshalb ist Self-Leadership wichtiger denn je?
  • Wie kann ich mich selbst gut führen?
    • Was brauche ich dazu? (Ressourcen, Fähigkeiten/Eigenschaften, Verhaltensweisen, andere Denkmuster …)
    • Was ist mir dabei wichtig?
    • Was mache ich ab morgen anders?
  • Wie würde sich diese Veränderung auf mich und auf mein Umfeld auswirken?

Veränderung beginnt bei jedem selbst und wir können jeden Tag damit beginnen.

Persönliche Veränderung Zitat EinfachStimmig

Tipps für ein erfolgreiches Self-Leadership

  • Lernen Sie sich selbst gut kennen und übernehmen Sie Eigenverantwortung. Dies stärkt die Selbstführung ebenso wie die Selbstwirksamkeit.
  • Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse. Eine gute Selbstfürsorge ist wesentlich, um auch für Andere da sein zu können.
  • Ziehen Sie Grenzen. Kommunizieren Sie nach außen, wenn Grenzen überschritten werden.
  • Nehmen Sie ein up-date im Denken vor. Welche „alten“ Überzeugungen, die Sie innerlich blockieren, haben Sie in sich? Verändern Sie diese in konstruktiv lösungsorientiertes Denken.
  • Setzen Sie sich realistische Ziele und achten Sie auf sinnvolles Tun. Erreichbarkeit und Sinnhaftigkeit sind zwei starke Motivatoren.
  • Pflegen Sie soziale Beziehungen und bauen gute Netzwerke auf. Dies stärkt nicht nur in Krisenzeiten das Gefühl der Verbundenheit.
  • Üben Sie Wertschätzung für sich selbst und für Andere. Seien Sie dabei offen für Unterschiede. Gerade verschiedene Charaktere im Team bringen top Performance.
  • Reflexion kommt vor Aktion. Bevor Sie in einer Übersprungshandlung impulsiv reagieren, halten Sie einen Moment inne und distanzieren Sie sich von der Situation.

Einen Selbsttest, wie gut Sie sich selbst führen, finden Sie rechts oben im Download.

Ich wünsche Ihnen gute Erkenntnisse und ein erfolgreiches Self-Leadership, Ihre

Renate Freisler

Ihr/e ExpertIn

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Hier finden Sie den Selbsttest, wie gut Sie sich selbst führen als Download. PDF herunterladen

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